Erwachsenenbildung

Für Vereine und Verbände, für Volkshochschulen und Bildungseinrichtungen aller Art kann das Ulmer Amnesty – Büro qualifizierte Referenten/innen selbst stellen oder vermitteln, häufig können wir für Vorträge, Diskussionen und Fortbildungsveranstaltungen auch bekannte Autorinnen und Autoren gewinnen. In jedem Fall bemühen wir uns, den organisatorischen Aufwand für den Veranstalter so gering wie möglich zu halten und sind bei der Vorbereitung einer Veranstaltung auch gerne behilflich.

Kontakt: menschenrechtsbildung[at]amnesty-ulm.de

Die mögliche Bandbreite an Themen „rund um die Menschenrechte“ ist so umfangreich, dass wir sie hier nicht darstellen können; die folgenden Angebote für Vorträge und Fortbildungsveranstaltungen stellen daher nur eine Auswahl dar - falls Sie Ihr „Wunschthema“ nicht finden, fragen Sie bitte einfach nach.

Vorträge

Amnesty International: Erfahrung uind Kompetenz

Die weltweit größte Menschenrechtsorganisation ist gleichzeitig auch die erfahrenste - Amnesty blickt heute auf über ein halbes Jahrhundert der Arbeit für den Schutz und die Durchsetzung der UN – Menschenrechtserklärung zurück. Experten und Zeitzeugen nehmen die Erfahrungen und die Entwicklung der Organisation kritisch unter die Lupe, erläutern die Arbeitsweise von Amnesty, berichten von Erfolgen und Niederlagen und analysieren die Entwicklung der internationalen Standards zum Schutz der Menschenrechte.

 

Geschichte und Gegenwart der Menschenrechte

Eine Zusammenfassung der historischen, philosophischen und politischen Entwicklung der Menschenrechte und ein Überblick über ihren Zustand heute. Gleichzeitig wird vermittelt, wie der Schutz der Menschenrechte in unserer Zeit funktioniert, warum es dennoch immer wieder in den meisten Ländern der Welt zu Menschenrechtsverletzungen kommt und weshalb sowohl die Menschenrechte wie auch viele Verfassungsgrundsätze - beispielsweise die ersten 19 Artikel des Grundgesetzes - ohne das Engagement des „mündigen Bürgers“ nicht funktionieren können.

 

Entstehung der Zivilgesellschaft – die wachsende Bedeutung von Nichtregierungs-organisationen und ihre Arbeitsweise am Beispiel von Amnesty International

Rund 40.000 humanitäre Hilfsorganisationen und Menschenrechtsorganisationen sind heute bei den UN registriert. Gemeinsam bilden sie eine neuen Faktor auf dem Parkett der internationalen Politik. Die weltweit größte Menschenrechtsorganisation ist gleichzeitig auch die erfahrenste: Amnesty International blickt heute auf über ein halbes Jahrhundert der Arbeit für den Schutz und die Durchsetzung der UN – Menschenrechtserklärung zurück. Die Erfahrungen und die Entwicklung der Organisation werden kritisch unter die Lupe genommen, die Arbeitsweise von Amnesty wird erläutert und die Entwicklung der internationalen Standards zum Schutz der Menschenrechte analysiert.

 

Menschenrechte auf dem Rückzug - auf dem Weg in eine neue Epoche der Unfreiheit ?

Die Zahl der offenen Diktaturen ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich kleiner geworden, die Zahl der autoritären Regime hinter scheinbar demokratischen Kulissen - auch „Demokraturen“ genannt- nimmt hingegen immer weiter zu. Von Jahr zu Jahr wird die Pressefreiheit in mehr und mehr Ländern der Welt eingeschränkt. Auch der Spielraum für die Organisationen der Zivilgesellschaft wird immer kleiner - in über 50 Ländern gibt es inzwischen sog. „Agentengesetze“ gegen humanitäre Hilfsorganisationen, Menschenrechtsgruppen oder Stiftungen. Sogar in einigen Ländern der Europäischen Union nehmen Menschenrechtsverletzungen zu. 

 

Das Schicksal in die eigenen Hände nehmen - die Rolle der Selbsthilfeorganisationen im Kampf um die Menschenrechte

In der Geschichte der Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und der Entwicklung der internationalen Civil Society spielen die Selbsthilfe-Organisationen der Opfer von Menschenrechtsverletzungen und ihrer Familienangehörigen bis heute eine entscheidende Rolle - bis hin zum Sturz von Diktaturen. Entstanden sind sie aus den Organisationen der Familienangehörigen von Opfern lateinamerikanischer Militärdiktaturen wie zum beispiel den „Müttern der Plaza de Mayo“ in Argentinien. Ihr Beispiel hat weltweit Schule gemacht.

 

Flucht, Asyl, Migration: Zwischen Abschreckungspolitik und Willkommenskultur

Nur ein Bruchteil der weltweit über 60 Millionen Flüchtlinge strebt nach Europa – dennoch zeigen sich einige Länder der Europäischen Union überfordert. Der Vortrag informiert vor dem Hintergrund der internationalen Rechtslage sachlich über die Fakten rund um Fluchtursachen, Herkunftsländer, Fluchtziele, Fluchtwege und die Zusammensetzung der Flüchtlingsgruppen sowie über die Aufnahmebedingungen und die aktuellen Verfahren der Europäischen und Deutschen Flüchtlingspolitik.

Hinweis für Veranstalter: Sowohl Einzelveranstaltung wie auch Kurs können nach den Wünschen des Veranstalters auf bestimmte Schwerpunkte eingehen und flexibel an aktuelle Entwicklungen angepaßt werden.

 

 

Flucht und Trauma: Folteropfer unter uns

Etwa 30 Prozent der Flüchtlinge in Europa sind Folterüberlebende oder wurden durch andere Formen der Gewalt, etwa als zivile Opfer von Kriegen, schwer traumatisiert.  Die Anzahl der Flüchtlinge, die heute aus Diktaturen und Kriegsgebieten nach Deutschland kommen, steigt immer weiter an. Hinzu kommen Menschen, die als politische Gefangene in den Gefängnissen der DDR misshandelt worden sind.

Auf Initiative von Amnesty International wurde 1995 das Ulmer Behandlungszentrum für Folteropfer (BFU) gegründet, das sich seither bundesweit ein hohes Ansehen erworben hat. Es ist eines von 26 Behandlungszentren in Deutschland, die auf Betreiben von Bürgerinitiativen und Menschenrechtsorganisationen gegründet werden mussten, weil das deutsche Gesundheitssystem  auf die Opfer staatlicher Gewalt unzurei-chend vorbereitet ist.

Der Referent gehört zu den Gründern des BFU, das hier gleichzeitig auch als Beispiel für das Entstehen lokaler oder regionaler Menschenrechtsprojekte in ganz Deutschland dient.

 

Angriff auf die Menschenwürde

Der „Krieg gegen den Terror“ hat Folter wieder salonfähig gemacht – die Zahl der Befürworter einer Lockerung des Folterverbotes steigt. In rund jedem zweiten Land der Welt gehört die Folter zum Alltag, auch in Deutschland ist das absolute Folterverbot nicht mehr unumstritten und es werden immer wieder Versuche unternommen, Folter in Ausnahmefällen zu rechtfertigen („Rettungsfolter“) und die grundgesetzlich verankerte Unantastbarkeit der Menschenwürde zu relativieren. Der Vortrag bietet einen sachlichen und umfassenden Überblick zum Thema und seinem Zusammenhang mit dem Begriff der Menschenrechte und der Menschenwürde.

 

Human Rights Defenders

Experten von Amnesty International berichten über ermutigende Beispiele von gesellschaftlichem Engagement in verschiedenen Ländern der Welt, stellen kleine und große Bürgerbewegungen, Menschenrechtsaktivisten oder lokale Projekte zum Schutz der Menschenrechte vor und schlagen die Brücke zu den Problemen in unserer Gesellschaft.

 

Verschwunden – In geheimer Haft

Von Hitlers Nacht-und-Nebel-Erlass bis ins heutige Russland oder Afghanistan und den „Geistergefangenen“ im Krieg gegen den Terror: eine von den Nationalsozialisten erfundene Methode der politischen Verfolgung hat sich auf fast die Hälfte aller Länder der Welt ausgebreitet. Am Beispiel des sog. „Verschwinden-lassens“ illustriert der Vortrag die innere Logik und Mechanik von Diktaturen und erklärt darüber hinaus, warum „Nazi-Methoden“ noch immer existieren und gelegentlich sogar in Rechtstaaten einsickern können.

 

Die Abuelas de Plaza de Mayo und die Suche nach den verschwundenen Kindern Argentiniens

Während der Militärdiktatur (1976 – 1983) sind in Argentinien über 500 Kleinkinder zusammen mit ihren Eltern verschleppt oder in Verhörzentren und Gefängnissen geboren worden, um danach zu „verschwinden“. Am Beispiel der weltweit berühmten, unter anderem mit Hilfe von Amnesty Ulm gegründeten Selbsthilfe-organisation Großmütter vom Plaza de Mayo berichten Experten und Zeitzeugen von der oft jahrzehntelangen Suche nach Kindern in mehreren Ländern der Welt, die aus politischen Gründen verschleppt, getötet oder unter falscher Identität in fremde Hände gegeben wurden.

 

Lateinamerika und die Epoche der Militärdiktaturen

Wie lange und wie intensiv das Erbe von Diktaturen nachwirken kann, zeigt sich heute in fast allen Ländern Lateinamerikas. Die historische Epoche der Militärs von 1966 – 1990 wirft lange Schatten und ist daher alles andere als eben „nur Geschichte“, in sehr vielen Ländern sorgt der meist nicht geklärte Umgang mit Opfern und Tätern nach wie vor für Konflikte, in Afrika und Teilen Asiens gibt es immer noch und immer wieder offene und versteckte Militärdiktaturen. Der Vortrag analysiert, wie Militärdiktaturen entstehen und welche Rolle das Militär bis heute in der Politik sehr vieler Länder spielt.

 

Angriff auf die Menschenwürde

Der „Krieg gegen den Terror“ hat Folter wieder salonfähig gemacht – die Zahl der Befürworter einer Lockerung des Folterverbotes steigt. In rund jedem zweiten Land der Welt gehört die Folter zum Alltag, auch in Deutschland ist das absolute Folterverbot nicht mehr unumstritten und es werden immer wieder Versuche unternommen, Folter in Ausnahmefällen zu rechtfertigen (sog. „Rettungsfolter“) und grundgesetzlich verankerte Unantastbarkeit der Menschenwürde zu relativieren den Der Vortrag bietet einen sachlichen und umfassenden Überblick zum Thema und seinem Zusammenhang mit dem Begriff der Menschenrechte, gleichzeitig wird am Beispiel des Themas der Begriff der Menschenwürde erläutert, der sowohl der Menschenrechtserklärung der UN wie dem deutschen Grundgesetz vorangestellt ist.

 

Gerechtigkeit heilt“ - Der Internationale Strafgerichtshof und der Kulturbruch im Umgang mit Menschenrechtsverletzungen

In allen Kulturen und Staaten galt über Jahrtausende, dass gewöhnliche Kriminelle zur Rechenschaft gezogen werden, führende Kriminelle jedoch nicht. Wenn man von Revolutionen oder verlorenen Weltkriegen absieht, hatten Massenmörder seit je her gute Chancen, mit ihren Verbrechen davon zu kommen. Mit der Einrichtung von Institutionen zur Verfolgung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit - angefangen vom südafrikanischen Modell der „Wahrheitskommission“ bis hin zu Internationalen Tribunalen, dem IStGh oder dem deutschen Völkerrechts- Strafgesetzbuch hat ein neues Zeitalter begonnen, in dem Menschenrechtsverletzungen (fast) ebenso selbstverständlich verfolgt werden wie jeder andere Rechtsbruch.

 

Glaube, Ideologie, Menschenrechte: auf dem Weg zurück ins Mittelalter ?

Der politische und religiöse Extremismus scheint wieder auf dem Vormarsch zu sein. Fast 70 Jahre nach der aus alter Erfahrung mit Krieg und Unterdrückung gewachsenen globalen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen brechen fast überall auf der Welt neue Krisenherde aus und fast überall scheint es, als würden in einer immer komplizierter gewordenen Welt die Sehnsucht der Menschen danach wachsen, in fundamentalen Ideologien oder Religionsauffassungen einfache Lösungen für komplexe Probleme zu finden. Die einfach erscheinenden schwarz / weiss -Lösungen gibt es deshalb nicht. Der Schriftsteller Urs M. Fiechtner publiziert seit den '70er Jahren über Menschenrechtsthemen, ist Mitarbeiter bei Amnesty International sowie dem Behandlungszentrum für Folteropfer in Ulm und berät Selbsthilfeorganisationen der Opfer von politischer, religiös oder ethnisch bedingter Gewalt in Afrika und Lateinamerika.

 

Folteropfer unter uns - Die Arbeit des Ulmer Behandlungszentrums für Folteropfer

Etwa 25% - 30% der Flüchtlinge in Deutschland sind ehemalige Folteropfer oder wurden durch Kriegserlebnisse schwer traumatisiert. Hinzu kommen Menschen, die als politische Gefangene in den Gefängnissen der DDR misshandelt worden sind. Auf Initiative von Amnesty wurde 1995 das Ulmer Behandlungszentrum für Folteropfer (BFU) gegründet, das sich seither bundesweit ein hohes Ansehen erworben hat. Der Vortrag berichtet über die Arbeit des BFU. Als Referenten stehen Mitbegründer des BFU, Experten von Amnesty sowie Schriftsteller zur Verfügung. Für Veranstaltungen mit Fachpublikum (Mediziner, Therapeuten) organisieren wir auf Wunsch gemeinsame Vorträge mit Therapeuten/innen des BFU.

 

Kulturelle Identität und Integration im Exil: gibt es Grenzen der Toleranz?

In vielen Ländern Europas nehmen kulturelle Konflikte zwischen Migranten und der einheimischen Bevölkerung zu, zahllose Diskussionen entzünden sich rund um Stichworte wie Kopftuchverbot, Zwangsheirat, Ehrenmorde, Religionsfreiheit, Ghettoisierung, Minarettverbote, Überfremdung... - Der Vortrag beleuchtet aus der Sicht der Menschenrechtserklärung und des Grundgesetzes die Fragen des Umgangs mit den Rechten auf kulturelle Identität und auf Freiheit der Religionsausübung.

 

Todesstrafe

Seit der Epoche der Aufklärung wird die Todesstrafe als der symbolische Gegensatz zum Menschenrechtsgedanken zitiert. In Deutschland fordert aber laut Umfragen eine wachsende Anzahl von Menschen die Wiedereinführung dieser Strafe. Der Vortrag bietet einen sachlichen Überblick über Theorie und Praxis der Todesstrafe, liefert nüchterne Daten und Fakten für einen Einstieg in die Diskussion und erläutert den Zusammenhang des Themas mit der Menschenrechtserklärung der UN, den internationalen Menschenrechtsverträgen und dem deutschen Grundgesetz.

 

Das Erbe des Nationalsozialismus

Bezüge zwischen der deutschen Vergangenheit und heutigen Menschenrechts-verletzungen in aller Welt - die Beschäftigung mit der deutschen Geschichte ist viel mehr als nur eine Beschäftigung mit „der Vergangenheit“. Im Gegenteil haben viele Diktaturen unserer Zeit von den Nazis gelernt - die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte ist deshalb auch eine Auseinandersetzung mit vielen modernen Formen von Menschenrechtsverletzungen.

 

Der „Krieg gegen den Terror“ im Konflikt mit den Menschenrechten

Deutschland nimmt auf vielen Ebenen am „Krieg gegen den Terror“ teil – Dienststellen der Polizei und der Geheimdienste kooperieren mit Staaten, die sich nicht an internationale Menschenrechtsverträge halten, deutsche Truppen werden in bewaffneten Konflikten eingesetzt, in der Innenpolitik wird die alte Frage neu gestellt, ob die Sicherheit oder die Freiheit des Staatsbürgers an erster Stelle stehen.

 

Fortbildungsveranstaltungen und Seminare

Fortbildungsveranstaltungen
Zielgruppe: Lehrer/innen, Schüler, Eltern, Jugendgruppen
Dauer: Je nach Absprache 1 bis 3 Abende oder 2–6 Stunden

 

Einführung in die Menschenrechtsbildung

Nicht erst seit den Empfehlungen der Kultusministerkonferenzen gibt es eine derartige Vielzahl von Möglichkeiten und Materialien für die Menschenrechtsbildung an Schulen und für das praktische Engagement von Schüler/innen, dass es zunehmend schwer wird, den Überblick zu bewahren und die passenden Anregungen zu finden. Die hier angebotenen 1 – 3 Abende bieten neben vielen praktischen Tipps und einer Übersicht über die vorhandenen Materialien auch organisatorische Hilfen für die Arbeit an der eigenen Schule an.

 

Öffnung von Unterricht – Gäste im Unterricht

Gastreferenten, Autoren/innen, Zeitzeugen können den Unterrichtsalltag auflockern, schaffen Anlässe für Diskussionen und können Lehrinhalte vertiefen. Sie in den Unterricht zu holen, ist in aller Regel einfacher als man denkt und erfordert kaum einen organisatorischen Aufwand - vorausgesetzt, man kennt die richtigen Wege. An ein bis zwei Abenden werden hier inhaltliche / thematische Anregungen gegeben, empfehlenswerte Kontakte und Kooperationspartner vorgestellt sowie Tipps vermittelt, wie man ohne zusätzliche Arbeitsbelastung Gäste in den Unterricht holen kann.

 

Leseförderung: Literatur und Menschenrechte

An ein bis drei Abenden werden Texte sowie Lektüre-Vorschläge rund um das Thema Menschenrechte vorgestellt, die sich sowohl für die Behandlung im Fach Deutsch wie in anderen Fächern (z.B. Ethik) eignen. Zusätzlich dazu werden organisatorische Fragen vermittelt, z.B. wie eine Schule unkompliziert und schnell Autorenlesungen im Unterricht arrangieren kann und wie Autorenbegegnungen durch außerschulische Träger finanziert werden können.

 

Seminare und Studientage

Schulen, Volkshochschulen, Bildungseinrichtungen und Tagungshäuser können in Zusammenarbeit mit dem Ulmer Büro von Amnesty International auch intensivere Fortbildungsseminare für Lehrer/innen oder Studientage und Projekttage für Schüler/innen vorbereiten. Das Amnesty-Büro kann hierbei einen Teil der organisatorischen Aufgaben übernehmen sowie Referenten/innen stellen oder vermitteln.

Die Themen und Formen von Seminaren zur Menschenrechtsbildung (MRB) werden gemeinsam mit den Kooperationspartnern festgelegt.

Als eines von vielen denkbaren Modellen wird im Folgenden ein bereits mehrfach erprobtes Beispiel genannt, das in dieser oder ähnlicher Form bereits sowohl als Fortbildungsseminar für Lehrer/innen wie auch als Projekttag/Studientag für Schülerinnen und Schüler eingesetzt worden ist. Das Seminar ist aus Modulen zusammengesetzt, die unkompliziert durch andere Module mit denselben oder anderen Referenten/innen ersetzt werden können. Die Referenten/innen werden so gewählt, dass sie vor dem Hintergrund ihrer Biographie und ihrer Expertise mehrere Themen des Seminars behandeln können.

Das Beispiel orientiert sich an einem 2-tägigen Seminar zur Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern, das mit wenigen Veränderungen unter Beibehaltung der Referenten in ein Seminar für Jugendliche (8. – 13. Klassen) umgewandelt oder zu einem Studientag komprimiert werden kann. Das hier nur beispielhaft genannte Themenangebot auf Wunsch der Mitveranstalter stark verändert oder ausgeweitet werden.

Erster Tag

  • Begrüßung durch den örtlichen/regionalen Veranstalter, Erläuterung der Themen des Seminars
  • Amnesty International von Innen: was ist und wie arbeitet eine Nicht-Regierungsorganisation am Beispiel von Amnesty International.
    Referent: Urs M. Fiechtner (Schriftsteller und Herausgeber)
  • Grundlagen der Menschenrechtsbildung im Unterricht: die Empfehlung der Kultusministerkonferenz und ihre Umsetzung in die Praxis - was ist und wie funktioniert Menschenrechtsbildung?
    Referent: Reiner Engelmann (Sozialpädagoge, Autor und Herausgeber)
  • Menschenrechte und Zivilcourage: Das Engagement von Jugendlichen für die MR am Beispiel von Amnesty-Jugendgruppen in Deutschland und von Menschenrechtsprojekten/ Menschenrechtsverteidiger/innen in Afrika, Asien und Lateinamerika
    Referent/in: Amnesty International (Fachreferenten gemeinsam mit Jugendlichen)
  • Amnesty International vor Ort: wie arbeiten Amnest -Bezirke und Gruppen vor Ort (= im Einzugsbereich der Seminarteilnehmer) und wie können sie Lehrer/innen und Schüler/innen unterstützen.
    Referent/in: örtliche Amnesty- Gruppe oder Amnesty-Büro Ulm
  • Kulturprogramm: Literatur und Musik für den Einsatz im Unterricht in 8. – 13. Klassen
    Konzertlesung mit Urs M. Fiechtner und Sergio Vesely

Zweiter Tag

  • Kultur der Anerkennung.
    Gewaltprävention an der Schule / Menschenrechte im Alltag
    Referent: Reiner Engelmann
  • Musikworkshop
    Referent: Sergio Vesely
  • Öffnung von Unterricht – Gäste im Unterricht. Der Fächerübergreifende sowie der Fächerspezifische Einsatz von Referenten/innen aus
    Menschenrechtsorganisationen sowie von Künstlern und Zeitzeugen an der Schule
    Referent: Urs M. Fiechtner
  • Ein Pfad durch den Dschungel – Empfehlenswerte Materialien für die Menschenrechtsbildung
    Referent: Wolfgang Lingl, Amnesty International
  • Internet-Workshop: Tipps für den Einsatz des Internets, Vorstellung der Amnesty-Seiten sowie anderer empfehlenswerter Websites

Ergänzend möglich:

  • Workshops zur Einführung in die Menschenrechte (Geschichte, Aufbau, Inhalte, Pakte und Konventionen)
  • Workshops über Amnesty (Arbeitsweise, Aufbau)
  • Workshops zu aktuellen Menschenrechtsverletzungen
  • Workshops zu handwerklichen Themen (Wie kann ich mich engagieren?)
  • Aktionsworkshops (Radio, Videoclip...)
  • Kreativ-Workshops Bildende Kunst, Literatur, Musik und Theater unter Anleitung von Künstlern
  • Kulturveranstaltungen mit den beteiligten Künstlern
  • Kulturveranstaltungen mit den Teilnehmern (Erarbeitungen der Kreativ-Workshops)
  • Workshop Menschenrechte für Kinder und Jugendliche (Kinderrechtskonvention)

Informationen zu den Referenten/innen: