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Die Poesie,verdammt! - Eine Veranstaltungsreihe von Amnesty International im Theater in der Westentasche
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte - Ein BühnenstückAm 10. Dezember 2008 wurde «Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte » 60 Jahre, aber auch "Das Kleinste Theater Deutschlands" feierte seinen 60. Geburtstag. Ein guter Grund gemeinsam zu feiern. "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen." Artikel 1, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Fast alle Staaten erkennen die Menschenrechte inzwischen als universale und unveräusserliche Rechte jedes Einzelnen an. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist Grundlage völkerrechtlicher Verträge und vieler Staatsverfassungen. Sie inspirierte den Kampf um das Ende der Apartheid und die Demokratisierung in Osteuropa, Lateinamerika, Asien und Afrika. Sie bildet die Basis für jeden Fortschritt bei der Abschaffung der Todesstrafe, bei der Ächtung der Folter, für den Schutz von Kinderrechten. Weltweit engagieren sich Millionen Menschen einzeln und in Gruppen für ihre Rechte und die der anderen. Das Theater in der Westentasche bietet Gastspiele an. Weitere Informationen finden Sie hier.
Edition MenschenrechteIn Zusammenarbeit mit amnesty international. Herausgegeben von Marion SchweizerEin erfolgreiches Konzept für die Menschenrechtsbildung: ein Buch, ein Thema. In kompakter, übersichtlicher Form bieten diese Bücher einen Einstieg in einfacher Sprache, für jeden verständlich. Literarische Kurzgeschichten rücken die Perspektive der Opfer in den Mittelpunkt, ihr individuelles Leid und ihr Leiden, ihre Geschichte, ihr Schicksal, aber auch ihre Hoffnungen, ihre Auflehnung und ihren Kampf für Gerechtigkeit. Hier wird das Einfühlungsvermögen geweckt: Opfer treten aus der Anonymität hervor, bekommen ein Gesicht, Gefühle, Gedanken, die jeder Leser nachvollziehen kann. Ein Sachteil ergänzt die nüchternen Fakten: Geschichte, Ursachen und Wirkungen, Hintergründe, Zahlen, Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten. Und nicht zuletzt die Frage: Was hat das alles mit uns zu tun? Die Reihe wird fortgesetzt und mit Unterrichtsmaterialien ergänzt. Sie ist die ideale Grundlage für die politische Bildung im schulischen und außerschulischen Bereich - nicht nur für junge Leute. Die bisher erschienen Bände können über das ulmer Büro von amnesty international bezogen werden. Kazem Hashemi, Todesstrafe: Auge um Auge
Darf der Staat Verbrecher töten? Umfragen zeigen: Auch in Deutschland wird die Todesstrafe für bestimmte Straftäter von vielen Menschen befürwortet oder sogar gefordert. Die Geschichte der Todesstrafe ist eine lange Geschichte der Grausamkeit, und sie dauert bis heute. Ob öffentliche Hinrichtung auf dem Marktplatz zur Abschreckung oder die "saubere" Variante hinter Gefängnismauern mit Gift, Gas oder Strom - die staatlich angeordnete Tötung von Menschen als Strafe für ein Verbrechen ist selbst ein Verbrechen. Ein Verbrechen gegen das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Ein Verbrechen gegen die angeborene Würde des Menschen. Die Geschichte der Todesstrafe ist aber auch die Geschichte ihrer Abschaffung. Die Liste der Staaten, die sie aus ihren Gesetzen verbannen, wird länger, die Liste derer, die noch Menschen hinrichten, kürzer. Das macht Hoffnung. Und es macht Mut. Der Kampf gegen die Todesstrafe ist noch nicht gewonnen - aber wir sind auf dem Weg. Eine Geschichte erzählt aus dem Iran, wo Menschen noch immer gesteinigt werden. Ein Häftling schreibt über sein Leben im "Wartezimmer des Todes" in einem texanischen Gefängnis. Und ein Kreis von Freunden in Deutschland streitet über das Für und Wider der Todesstrafe. Ein informativer Sachteil ergänzt Hintergründe, Zahlen und Trends und stellt die wichtigste Frage überhaupt: In was für einer Welt wollen wir leben?
Reiner Engelmann, Kinder: ausgegrenzt und ausgebeutet
Obwohl nahezu sämtliche Staaten die Kinderrechtserklärung der Vereinten Nationen unterzeichnet haben, sind Kinder überall auf der Welt die wehrlosesten Opfer von Ausgrenzung und Ausbeutung. Zahllose Kinder leben auf der Straße, werden in Fabriken, Bergwerken, Steinbrüchen und Bordellen ausgebeutet, als Kindersoldaten rekrutiert, für den Drogenhandel und andere Straftaten missbraucht, von der Polizei verfolgt und misshandelt. Auch bei uns in Mitteleuropa werden Kinderrechte missachtet: Das Recht auf Bildung hängt vom Sozialstatus ab, immer mehr Kinder sind von Armut betroffen, Kinder mit Migrationshintergrund können von Chancengleichheit nur träumen. In diesem Band erzählen zwei Jugendliche ihre Geschichten: Mudhakars ganze Familie ist vor fünf Jahren in Schuldknechtschaft geraten und muss nun in einem indischen Steinbruch Granit für billige deutsche Grabsteine abbauen. Mutarama hat ihre Eltern im ruandischen Bürgerkrieg verloren und musste sich danach jahrelang allein auf der Straße durchschlagen. Ein informativer Sachteil nennt Zahlen und Daten, zeigt Zusammenhänge und Hintergründe auf und diskutiert Wege zur Verwirklichung der Kinderrechte - weltweit und bei uns.
Urs M. Fiechtner, Folter: Angriff auf die Menschenwürde
Folter ist fast überall verboten, wird aber dennoch in über der Hälfte aller Staaten der Welt regelmäßig angewendet. Noch immer werden damit Geständnisse und Denunziationen erpresst, obwohl seit Langem erwiesen ist, dass Folter nicht der Wahrheitsfindung dient. Das eigentliche Wesen der Folter liegt jedoch weniger in den zugefügten körperlichen und seelischen Qualen, als vielmehr in der Vernichtung einer Person. Menschen werden durch Folter zutiefst gedemütigt und gebrochen, es wird ihnen alles genommen, was sie zu Menschen macht: ihre Menschenwürde und mit ihr der Anspruch, ein gleichberechtigter und gleichwertiger Teil der Menschheit zu sein. Sechs authentische Kurzgeschichten erzählen von verschiedenen Aspekten der Folter, von ihren Auswirkungen auf Opfer und Täter und auf die ganze Gesellschaft. Sie erzählen aber auch von der Überwindung der Folter, vom Sieg über die schlimmste Erfahrung im Leben eines Menschen. Ein informativer Sachteil ergänzt Hintergründe und zeigt auf, warum die aktuellen Diskussionen über "erlaubte" Foltermethoden der Weg in den Abgrund sind - für uns alle.
Veranstaltungsreihe 2008 - 2010Wissen gegen Willkür6 Jahrzehnte nach Gründung der UNO und der feierlichen Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist ein Fünftel der Deutschen der Meinung, dass es kein Dokument gibt, welches die Menschenrechte für jeden weltweit festlegt, knapp ein Drittel der Befragten war sich nicht sicher, ob es die Menschenrechtserklärung gibt oder nicht, nur etwa 4 % waren in der Lage, den Titel des Dokumentes korrekt anzugeben und fast jeder Fünfte Deutsche kann kein einziges seiner grundlegenden Rechte benennen. Das ergab die Studie "Mensch, du hast Rechte" die die Universität Leipzig im Jahr 2002 in Auftrag gegeben hatte. In Sachen Menschenrechtsbildung scheint Deutschland ein Entwicklungsland zu sein. 2008 feierte die Weltgemeinschaft das 60-jährige Jubiläum der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Diesen "Geburtstag" nehmen die renommierte Stiftung Lesen und amnesty international zum Anlass, um Gemeinsam mit der Stiftung Lesen hat Amnesty International eine Themenbroschüre herausgegeben, die allen Schulen zur Verfügung gestellt wird. Beispiele für aktuelle Diskussionen rund um die Menschenrechte werden von Experten in interessanten, didaktisch aufbereiteten Texten angerissen. Mithilfe von begleitendem Material wie Lektüre-Vorschlägen, Unterrichtseinheiten, Angeboten für Autorenlesungen und Workshops sollen Jugendliche für die Menschenrechte sensibilisiert und ermutigt werden, sich im eigenen Umfeld aktiv für ein faires Miteinander einzusetzen. Die Angebote :
Mitmachen ist einfach - Schüler/innen, Lehrkräfte und Eltern erhalten die Themenbroschüre kostenlos über das Ulmer Büro von Amnesty International, das auch die Vermittlung von Autoren und Referenten übernimmt : Amnesty-Büro Ulm, Ensingerstr. 21, 89073 Ulm, E-Mail : menschenrechtsbildung@amnesty-ulm.de (Stichwort "Wissen gegen Willkür"). Weitere Informationen über die Kampagne und nützliche Materialien finden Sie hier.
Angebote für Bibliotheken, Buchhandlungen und Kulturveranstalter2009/10 werden wir regelmäßig Autorinnen und Autoren für Autorenlesungen, Werkstattgespräche und Workshops in die Region einladen. Allen Kulturveranstaltern, die sich mit öffentlichen Veranstaltungen für Jugendliche und Erwachsene an der Aktion "Wissen gegen Willkür" beteiligen wollen, bietet das Ulmer Büro von Amnesty International Unterstützung an. Neben Autorenlesungen und Diskussionen werden auch Konzertlesungen (Literatur & Musik) möglich sein. Angaben über die beteiligten Autorinnen und Autoren finden Sie hier. Kontakt für Veranstaltungskooperationen: menschenrechtsbildung@amnesty-ulm.de
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