Termine und Veranstaltungen

19. Mai 2019 | Kundgebung für Demokratie, Menschenrechte und Solidarität

Marktplatz, Ulm
Beginn: 18:00 Uhr

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wurde vor 70 Jahren – am 23. Mai 1949 – in Bonn verkündet. Aus diesem Anlass rufen wir auf zu einer

Kundgebung für Demokratie, Menschenrechte und Solidarität
am Sonntag, 19. Mai 2019, 18 Uhr, auf dem Marktplatz in Ulm.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ So heißt es im Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Das heißt: Die Würde aller Menschen ist unantastbar. Für uns, die wir auf verschiedenen Feldern der Gesellschaft in Ulm und der Region Ulm/Neu-Ulm aktiv sind und eine humane Gesellschaft für alle als unser gemeinsames Anliegen ansehen, ist dies eine zentrale Richtschnur unseres Handelns.

Wir müssen heute erleben, dass die Würde des Menschen antastbar ist. Die gegenwärtigen Angriffe richten sich nicht allein gegen Menschen auf der Flucht. Sie richten sich gegen die zivile Gesellschaft und die Universalität der Menschenrechte schlechthin. Der wieder erstarkende Nationalismus und rechtsextremistische und -populistische Kräfte stellen auch das gemeinsame europäische Projekt vor eine große Bewährungsprobe. Diesen Entwicklungen setzen wir unser Engagement für eine menschliche Gesellschaft entgegen.

Mit unserem Engagement befinden wir uns auch im Einklang mit der „Erklärung der Vielen“, die in den letzten Wochen bundesweit von über 2000 Kultur- und Kunstinstitutionen, Künstler*innen und Kulturschaffenden unterzeichnet wurde. Solidarität, offene Gesellschaft und sichere Fluchtwege gehören unteilbar zusammen mit dem „Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen“, wie es in der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen heißt.

Es geht um die Fundamente unseres Zusammenlebens – in Ulm/ Neu-Ulm und anderswo. Wir brauchen ein soziales, demokratisches, solidarisches Deutschland in einem sozialen, demokratischen und solidarischen Europa. Darum geht es auch bei den Wahlen zum Europäischen Parlament am 26. Mai 2019.

Wir rufen dazu auf, nur die politischen Parteien zu wählen, die sich für diese Fundamente und Werte entschieden einsetzen: für Demokratie, unteilbare Menschenrechte und umfassende Solidarität!

Der Aufruf zur Kundgebung wird unterstützt von:
Gunter Czisch, Oberbürgermeister der Stadt Ulm
Gerold Noerenberg, Oberbürgermeister der Stadt Neu-Ulm
Martin Bendel, Erster Bürgermeister des Stadt Ulm
Ivo Gönner, OB a. D.
Iris Mann, Kultur- und Sozialbürgermeisterin der Stadt Ulm
Klára Landwehr, Pulse of Europe Budapest
Dr. Stefanie Dathe, Leiterin des Museums Ulm
Karla Nieraad, Leiterin des Stadthauses Ulm
Ernst-Wilhelm Gohl, Dekan der Ev. Münstergemeinde
Shneur Trebnik, Rabbiner
Ulrich Kloos, Dekan der Kath. Kirchengemeinde
Prof. Dr. Michael Weber, Präsident der Universität Ulm
Dr. Jan Stefan Roell, Präsident der IHK Ulm
Ralph P. Blankenberg, Sprecher des Vorstands der Volksbank Ulm-Biberach
Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm
Joo Kraus, Musiker
Wilhelm Hölkemeier, Pulse of Europe Ulm
Dr. Halit Ünver, Europa-Union Donau-Riß
Carmen Stadelhofer, Danube Networkers
Alexander Schöllhorn, Finanzvorstand
Barny Sancakli, Unternehmer
Joachim Lang, Unternehmer
Prof. Gerhard Mayer, Unternehmer
Kai Metzger, Intendant des Theaters Ulm
Maria Rosendorfsky, Sängerin
Siyou Isabelle Ngnoubamdjum, Sängerin
Dieter Kraus, Musiker
Hellmut Hattler, Musiker
Christian Grupp, ROXY-Geschäftsführer
Christian Glass, Leiter des Donauschwäbischen Zentralmuseums

Initiatoren:
Peter Langer, Europäische Donau-Akademie
Lothar Heusohn, Förderverein des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm

Es sprechen u.a.:
Klára Landwehr, Pulse of Europe Budapest
Gunter Czisch, Oberbürgermeister der Stadt Ulm
Vertreter von „Fridays for Future“, Ulm
Conrad Guiney, “Remain in the EU”, Sheffield / UK

Musik: Maria Rosendorfsky und Dieter Kraus

5. Juni 2019 | JENSEITS DER MAUERN

Stadthalle Memmingen / Kleiner Saal
Beginn: 19:30 Uhr

JENSEITS DER MAUERN

Konzert für Amnesty International
mit SERGIO VESELY

Mittwoch, 05. Juni,   19:30 Uhr

Stadthalle Memmingen / Kleiner Saal

Ulmer Straße 5
87700 Memmingen

Eintritt frei

 

Jenseits der Mauern - KONZERT MIT SERGIO VESELY

In seinen Liedern wird Vergangenheit wach. Seine eigene Vergangenheit und die seines Landes, wo er unter einer Militärdiktatur ins Gefängnis kam bevor er ins Exil nach Deutschland verbannt wurde. Der chilenische Künstler bietet ein Konzert, in dem er sich sehr schnell mit seinen selbst komponierten Liedern in die Herzen der Zuhörer sing.

Sergio Vesely kleidet das Erlebte in seine lebendigen und eingängigen Lieder. Damit die meist spanischen Texte auch für deutsche Ohren verständlich sind, werden sie von dem Künstler als gut inszenierte Textszenen vorangestellt. So können sich die Zuhörer ganz der leicht exotischen Musik hingeben und richtig in die Gefühlsregungen, die der Sänger mit seiner Gitarre hervorruft, eintauchen. Schon bald wird man merken, dass der Künstler mit seiner Musik lebt, und von Kindesbeinen an mit ihr aufgewachsen ist.

 

Über den Künstler SERGIO VESELY

*1952 in Santiago de Chile, lebt heute in der Nähe von Stuttgart als Musiker, Autor und bildender Künstler. Seine ersten Lieder und Gedichte schrieb er als politischer Gefangener in den Konzentrationslagern der Militärdiktatur.

In Deutschland, das ihn als Flüchtling aufgenommen und dessen Staats-angehörigkeit er angenommen hat, veröffentlichte er zahlreiche Platten mit vertonten Gedichten und hat als Co-Autor an vielen Büchern mitgearbeitet (u.a. Geschichten aus dem Niemandsland, Im Auge des Jaguars) darunter auch an Jugendbüchern. Besonders bekannt wurde er durch seine Konzertlesungen, in denen er gemeinsam mit dem deutschen Schriftsteller Urs M. Fiechtner seit den 70er Jahren eine intensive Form der Verbindung von Literatur und Musik entwickelt hat, die inzwischen von vielen Künstlern nachgeahmt wird. Als bildender Künstler schuf er u.a. für Amnesty International die Objekte der Ausstellung „Die Würde des Menschen ist (un)antastbar“. Sowohl als Musiker, Komponist und Autor wie auch als bildender Künstler ist er häufig an Schulen zu Gast.

 

 

Aktuelle Bücher:

 

Fiechtner, Vesely: Notizen vor Tagesanbruch, Ausgewählte Gedichte zur Menschenrechtsthematik 1975 – 2015 Edition Kettenbruch, Ulm, Stuttgart, Aachen 2015

 

Fiechtner, Vesely: Mit Möwenzungen in der Mehrzweckhalle - Kurzgeschichten und autobiographische Erzählungen über Interkulturelle Kulturarbeit, Integration und Menschenrechtsbildung. Edition Kettenbruch, Ulm, Stuttgart, Aachen 2015

 

 

Kontakt: menschenrechtsbildung@amnesty-ulm.de

www.stiftung-mrb.de/

 

7. Juni 2019 | Kundgebung - Journalismus ist kein Verbrechen

Münsterplatz Ulm - Übergang Hirschstraße
Beginn: 18:00 Uhr

FreeJournalists-Ulm veranstaltet regelmäßig Kundgebungen und verweist auf Möglichkeiten, sich aktiv für die Freilassung von Journalist*innen einzusetzen.

Wir sind ehemalige Mitstreiter der Gruppe, die sich in Ulm bei zeitweise wöchentlichen Kundgebungen (2017-2018) für die Freilassung und Freisprechung der damals in der Türkei inhaftierten Journalistin Meşale Tolu eingesetzt haben (#FreeMesale). Genauere Informationen, wie es zur Verhaftung kam, findet man auf Wikipedia. Auf der Petitionsplattform WeAct von Campact hatten sich ca. 112.000 Unterzeichner für die sofortige Freisprechung von Meşale Tolu ausgesprochen.

Im Jahr 2019 setzen wir unsere Aktivitäten mit monatlichen Kundgebungen in Ulm am Anfang der Hirschstraße fort (meist am 1. Freitag im Monat, Termine sind weiter unten aufgeführt). Bei den Kundgebungen werden wir über die allgemeine Entwicklung zur Lage der Pressefreiheit berichten und für die Freilassung von zu Unrecht inhaftierten Journalist*innen aufrufen. Dazu ist geplant, bei den Kundgebungen jeweils kurz die Hintergründe vorzustellen, die zur Inhaftierung einer bestimmten Journalist*in führten und konkrete Möglichkeiten aufzuzeigen, wie jeder dabei mithelfen kann, zur Freilassung der Journalist*in beizutragen.

 

"Die beste Waffe einer Diktatur ist Geheimhaltung, die beste Waffe einer Demokratie ist Offenheit." Edward Teller, ungarisch-amerikanischer Physiker, 1908-2003

 

12. Juni 2019 | Die Sprache der Menschenrechte - Was sie gegen Populismus ausrichten kann

Gasthaus Hirsch, Lange Straße 17, 88499 Riedlingen
Beginn: 19:30 Uhr

Die Sprache der Menschenrechte -
Was sie gegen Populismus ausrichten kann
Referentin: Nadja Wenger, Amnesty Ulm

Seit 1961 setzt sich Amnesty International für Menschenrechte weltweit ein. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist noch älter. Die darin enthaltenen Rechte waren immer umstritten, wurden verletzt, erkämpft und haben sich im Wandel der Zeit verändert. Wir stehen heute wieder an einem besonders kritischen Punkt in dieser Geschichte an dem wir erleben, dass die fundamentalen Rechte aller Personen öffentlich in Frage gestellt werden. Sprache ist eines der wichtigsten Mittel eines Populismus, der uns erklären will, dass es für komplexe Fragen einfache Lösungen gibt. Aus einer menschenrechtlichen Sicht heraus gibt es hier eine klare Antwort. Wie genau die Sprache der Menschenrechte helfen kann, populistischer Logik die Grundlage zu entziehen, steht an dem Abend im Mittelpunkt.